Startseite 1. Warum Rauchen Sie? 2. Warum ist es so schwer? 3. Wie süchtig macht Nikotin? 4. Was zwingt uns? 5. Was bringt rauchen? 6. Leicht aufzuhören? 7. Der beste Zeitpunkt? 8. Wie am besten? 9. Wann kein Verlangen? 10. Alle Freunde rauchen. Was nun? 11. Rauchen Sie nie wieder! 12. Das dreckige Geschäft 13. Wie Tabak angebaut wird ...
2. Warum fällt es vielen so schwer, mit dem Rauchen aufzuhören?

Da muss man sich dann also ziemlich rasch eingestehen, dass man nun ein waschechter Raucher ist, und findet das wahrscheinlich auch gar nicht mehr so cool. Nicht selten ist das schon der Zeitpunkt, an dem viele Raucher ans Aufhören denken. Und für die meisten wird dieser Gedanke auch nicht zum letzten Mal kommen. Einige schaffen es vielleicht, bereits an dieser Stelle die Reisleine zu ziehen und abzuspringen. Sie haben ihre Lektion (hoffentlich) gelernt.

Die meisten Raucher können ihre eigene Geschichte erzählen, über frustrierende Fehlschläge das Rauchen aufzugeben. Über Versuche der Raucherei zu entrinnen, die man sich wirklich vornahm, und es dann doch gar nicht erst versucht hat. Vielleicht auch darüber, wie man es bereits geschafft hat aufzuhören und dann doch wieder, wie ein Lemming in die Falle getappt ist – ehe man sich versah, war man wieder Raucher.

Mit dem Rauchen aufzuhören fällt also deutlich schwerer, als damit anzufangen. Ist das nicht seltsam? Es ist leicht, alle Warnungen durch die Mitmenschen und den eigenen Körper in den Wind zu schlagen. Man lässt alle Vorsicht fahren, würgt sich durch die ersten (widerlichen) Zigarettenpäckchen hindurch. Kurzum: Man gibt sich redlich Mühe bei dieser jungfräulichen Intoxikation und wird zum Raucher. Man nimmt alle wohlbekannten Risiken und Nachteile des Raucherdaseins in Kauf. Monate oder Jahre später sieht man das Ganze anders. Zumindest stillschweigend, sind die meisten Raucher durchaus dazu bereit, sich selbst gegenüber ihre Dummheit einzugestehen und verfluchen den Tag, an dem sie überhaupt angefangen haben zu rauchen. Und doch kommen sie nicht davon los. Sie kennen nun die Kehrseite der Medaille. Rauchen ist keine coole Sache mehr, sondern wird zunehmend als Ärgernis und als Last empfunden. Eigentlich Grund genug es bleiben zu lassen. Und doch scheint (!) es so verdammt schwer.

Dafür gibt es zwei Gründe. Nikotin und Gehirnwäsche! Nikotin ist der pflanzliche Suchtstoff, der in allen Zigaretten enthalten ist. Über das Nikotin wird in Abschnitt 3) genauer berichtet. Die Gehirnwäsche wird in Abschnitt 4) näher beleuchtet. Doch zum besseren Verständnis darüber, warum es den meisten Rauchern so schwer fällt, aufzuhören, sei schon mal so viel dazu gesagt: Die Gehirnwäsche ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Konditionierung, die man sich als Raucher selbst “angedeihen“ lässt. Jeder Raucher hat Situationen, in denen er typischerweise (mehr oder weniger bewusst) nach einer Zigarette verlangt. Klassische Beispiele: die Zigarette nach dem Essen, auf dem Weg zur Arbeit, kurz vor Feierabend, bei geselligen Anlässen etc. Zigaretten werden also ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags. Man kann sich (als Raucher!) gar nicht mehr vorstellen, bestimmte Situationen oder Anlässe nicht mit einer Zigarette (oder gleich einem ganzen Päckchen) zu “krönen“. Und genau das ist es, was es den meisten Rauchern schwer macht von der ganzen Qualmerei Abstand zu nehmen! Allein der Gedanke, nach dem Essen keine Zigarette mehr rauchen zu dürfen, beim Kartenspiel am Samstagabend auf Zigaretten verzichten zu müssen und acht Stunden Arbeit ohne die qualmende Krücke durchzustehen, scheint unvorstellbar. Deswegen sprechen viele Raucher auch vom Rauchen als “Angewohnheit“. Was für eine sonderbare Angewohnheit ist denn das? Man kann sich ja an so manches gewöhnen. Zum Beispiel an Frühstückseier. Wenn dann aber eines morgens mal keine Eier im Haus sind, dann ruiniert das gewiss nicht den ganzen Tag. Doch warum ist es beim Rauchen anders? Rauchen ist keine Angewohnheit. Es ist Gehirnwäsche! Und diese Gehirnwäsche hat einen Namen: psychische Abhängigkeit! Was sonst?

Ein Nichtraucher kann ein Frühstück genießen, ohne dass sich anschließend die Notwendigkeit einer Zigarette ergibt. Ein Nichtraucher kann an einem Samstagabend Karten spielen, ohne einen Kotzbalken nach dem anderen zu konsumieren. Und – das stelle man sich mal vor – auch Nichtraucher müssen einen Arbeitstag nach dem anderen absolvieren – ohne Zigaretten.

Was kann es also Schöneres für einen Raucher geben, als sich das eigene Recht auf Freiheit zurückzuholen und diese Gehirnwäsche in ihre Schranken zu verweisen?

Rauchern wird immer suggeriert: „Auch wenn du aufhörst, du bleibst ein Leben lang Raucher!“ Was für ein Bullshit! Ich und Millionen andere Ex-Raucher wissen es besser! Nichtraucher ist jeder, der nicht raucht. Und zwar mit Haut und Haaren! Wenn jemand tatsächlich seit Wochen oder gar länger nicht mehr raucht, aber meint immer noch rauchen zu wollen, dann hat er niemals die Gehirnwäsche abgestreift. Und das muss nicht sein!

Lesen Sie weiter: 3. Wie süchtig macht Nikotin wirklich?
Tipps: Ich trinke nie wieder | Paket-Suchmaschine | Ohne Rückenschmerzen | IP-Check


Impressum